Wer wir sind? Eine Chronik des glorreichen Scheiterns und der unsterblichen Kameradschaft. Eine eingeschworene Truppe mit viele Geschichte, wenig Disziplin und unerschütterlichem Humor. Das Groggi-Team — älter geworden, aber kein bisschen vernünftiger als früher.
Wer wir sind
Die Ungeschickten trafen auf die Übermütigen, die Übermütigen auf die Realitätsverweigerer – und am Ende blieb eine eingeschworene Gruppe übrig, die zwar nie sportlich überzeugte, dafür aber umso besser feiern konnte. Der Name „Groggi-Team" entstand ganz logisch aus dem Ort, an dem wir unsere eigentliche Kernkompetenz pflegten: dem Zusammensitzen im Tea-Room Groggi.
Damals besassen wir noch stramme Waden und die Ästhetik einer Discount-Version der Chippendales. Heute hat uns Mutter Natur grosszügig mit mehr Körperfläche entschädigt, während das Haupthaar leise Servus sagte. Wir sind die Wölfe, die nicht nur ihr Fell, sondern auch jegliche Hemmungen verloren haben.
Unzählige Abende mit Bier, Wein und grossen Worten füllten unsere gemeinsame Zeit. Unsere Gespräche sind dabei oft so tiefgründig, dass wir selbst vergessen, worum es eigentlich geht. Wir diskutierten über das Leben, lösten absolut keine Probleme und hatten trotzdem das Gefühl, etwas Epochales geschaffen zu haben.
Heute erzählen wir uns unsere Heldentaten immer wieder — leicht verändert, stark übertrieben, aber immer mit dem gleichen Ergebnis: kollektives Gelächter. Das Groggi-Team ist keine Mannschaft, kein Verein und schon gar kein Vorbild — sondern einfach ein Haufen Freunde, der es geschafft hat, gemeinsam in Würde zu degenerieren.
Geschichte
Erste evolutionäre Gehversuche auf dem Acker. Stolpern wurde fälschlicherweise als sportliche Aktivität interpretiert.
Die Gründung des Groggi-Team unter dem Deckmantel des Sports. Wahre Absicht: kollektives Hydrieren.
Unerklärliche Siege in Appenzell und Oschwand. Gerüchte über schweres Doping mittels Hopfen und Malz verdichten sich.
Triumph-Trilogie in Appenzell, Oschwand und Herzogenbuchsee. Medizinisch und physikalisch bis heute nicht reproduzierbar.
In Buochs dramatisch gescheitert. Der erste schmerzhafte Beweis, dass wir doch nur aus Fleisch, Blut und Bier bestehen.
Sieg in Gerlafingen auf der allerletzten Rille. Die Gelenke knirschen lauter als die Fankurve johlt.
Letzter Heimsieg in Herzogenbuchsee. Danach wurde der Ball final gegen das Glas eingetauscht.
Die Welt steht noch, das Groggi-Team auch. Neue Lebern, neue Gläser, aber derselbe unverbesserliche Geist.
Das Groggi-Team geht online. Das Internet war offiziell nicht auf diese geballte Inkompetenz vorbereitet.
40 Jahre Groggi-Team. Ein biologisches Wunder, dass die meisten dieses Jubiläum stehend erlebten – vermutlich nur, weil wir pünktlich zum Fest einen medizinischen Fachmann rekrutiert haben, der unsere Vitalwerte seither professionell schönredet.
Fotos ansehenDas halbe Jahrhundert kratzt am Horizont. Als Belohnung für 45 Jahre treue Leberwerte gab es ein spezielles Wein-Sackmesser – damit das nächste Trauma endlich stilvoll und fachgerecht entkorkt werden kann.
Neue Website, neue App. Über 47 Jahre Stolz, Wahnsinn und die ewige Weigerung, endlich erwachsen zu werden.
Wir blicken zurück auf Jahrzehnte voller Fettnäpfchen und tänzerischer Entgleisungen und eine Sammlung aus Chaos, Freundschaft und Übertreibung.
Wer uns spielen sah, kennt das Grauen; wer mit uns trinkt, kennt die Wahrheit. Wir bleiben unverbesserlich, unberechenbar — und solange der Zapfhahn läuft, erstaunlich lebendig.